Sonntag, 16. September 2007

Sun Island - Reisebericht

Reisezeit 27.08-10.09.07

Anreise mit den Flugzeugen:

Am Sonntag ging es los von München nach Male mit der LTU. Nach einem ruhigen Flug hatten wird Male planmäßig erreicht und wurden weiter zum Wasserflugzeugterminal gefahren. Leider war das Wetter an diesem Tag sehr sehr durchwachsen und wir hatten fast 3 Stunden Wartezeit, bis es endlich weiterging nach Sun Island. Der Flug war trotz Wolken und Wind wirklich schön und wir hatten auch mit unseren großen Gepäckmassen (4 Koffer, davon 2 relativ schwere Tauchgepäckkoffer) keinerlei Probleme. Zwar kam einer der Koffer erst ca. 1 Stunde mit einem weitere Flieger an, aber das kannten wir schon von unserem SI-Urlaub von vor zwei Jahren, dass manchmal nicht alles in einem Rutsch mitfliegen kann.

Ankunft:

Nach der Ankunft auf SI, es war dann leider schon Nachmittag, wurden wir freundlich begrüßt, haben unseren Zimmerschlüssel für den toll gelegenen Bungalow 162 erhalten und mitgeteilt bekommen, dass für uns heute ausnahmsweise ein Late-Lunch im Sunset-Restaurant bereitstehen würde, da wir ja den Lunch verpasst hatten. Es gab leckere Nudeln, einen schönen Salat und als Dessert frisches Obst. Also nicht zu klagen und auch dringend notwendig, um uns vor dem plötzlichen Hungertod zu retten.



Abends haben wir dann unseren Tisch im Main-Restaurant bekommen und hatten auch da Glück mit einem Tisch mit Blick auf den Strand und das Meer. Was will man mehr. Leider war unserer zugewiesene Kellner nicht gerade der Hit. Vielleicht war er einfach überarbeitet oder gehört zu der etwas verstockten Sorte, aber das waren wir anders gewohnt. Beschweren wollten wir uns aber nicht, er hat ja immer alles zu unserer Zufriedenheit erledigt, etwas mehr Herzlichkeit wäre schön gewesen. Nach einer Woche tauchte er dann auch plötzlich nicht mehr auf und uns war es nur recht, denn er wurde ersetzt durch den Super-Kellern Ali Raiza, der seinen Job mit Elan und Witz erledigt.



Tauchen auf SI, unser Hauptziel für diesen Urlaub:

Das Einchecken in der Tauchbasis ging reibungslos. Wir sind artig hingelaufen, haben gesagt, dass wir gern den Checkdive machen wollen und wurden informiert, dass dieser immer Vormittags 9 Uhr oder auch am Nachmittag nach Bedarf erledigt werden könnte. Da es bereits 9 Uhr vorbei war, haben wir uns dann für den Termin am Nachmittag entschieden um 15 Uhr. Die Übungen die gemacht werden mussten waren Maske fluten und Ausblasen, Zweite Stufe „verlieren“ und durch den Armschwung wieder aufnehmen und ausblasen und eigentlich hätte noch eine simulierte „Keine-Luft-mehr“-Situation geübt werden sollen, dazu hatte aber der Guide an dem Tag wohl keine Lust mehr. Anschließend ging es dann noch auf einen kurzen Tauchgang ans Hausriff und die Sache war erledigt.



Als Tipp für Tauchanfänger wie ich es auch war: Verinnerlicht noch einmal den Sicherheitstopp auf 5 Meter für 3 Minuten, denn den braucht ihr auf SI bei jedem geführten Tauchgang und ich kannte diesen aus meinem noch tropffrischen OWD in deutschen Tümpeln nur „ausgeschwommen“. Hier wird er „ausgesessen“, man verharrt also für 3 Minuten auf einer Stelle. Spätestens nach dem 10 Tauchgang hier hat er auch bei mir gut gesessen.



Erwähnenswert sind auch die Reinigungsbecken: Für die Atemregler gibt es es ein eigenes Becken, in dem eine antibakterielle Lösung zugegeben wird. Das ist besonders für Leute mit Leihausrüstung doch sehr angenehm wie ich finde. Für Jackets, Anzüge, Flosse usw. gibt’s dann noch zwei andere Becken, wo man diese nach dem Tauchen sauber ausspülen kann. Desweiteren gibt’s zwei Trockenräume, wo man seine Ausrüstung dann auch fein zum Trocknen aufhängen kann. Für die Wertsachen gibt es Spints mit kleinen Vorhängeschlössern.



Getaucht sind Sascha und ich sehr viel, auch am Hausriff, da das Wetter etwas launisch sein konnte und gerade Bootsfahrten ans Atollrand (offene Meer) sehr unruhig verlaufen sind. Dafür haben wir wohl einfach keinen guten Magen, aber das Geschaukel ist wirklich recht heftig gewesen und ich kleine Luftschleuder brauche leider immer eine 12 Liter-Flasche und mit der kam ich nur noch sehr schwer nach dem Tauchgang zurück an Bord, wenn das Schiffchen herumtanzte wie eine Nussschale bei Sturm. Wir sind dann zum örtlichen Apotheker gegangen (gehört zum Inselarzt) und haben nach was gegen Seekrankheit gefragt und mit den Medis ging es dann ab sofort sehr gut. Wenn man nicht sicher ist sollte man wohl schon in Deutschland nach einem tauchtauglichen Reisemedi fragen!



Die Fahrten zum Atollrand bringen die Chance mit, dass man die Big-Ones zu sehen bekommt (Walhaie, manchmal Mantas, aber eher zur Mantazeit Nov-Feb, größere Haie usw.), ich fand aber die Ziele innerhalb des Atolls für mich attraktiver, da hier der Wellengang eigentlich sehr ruhig war. Vor allem unsere Ausflug zum Machchafushi Wreck war ein Highlight, das Schiff wurde vor 9 Jahren ausgeschlachtet versenkt und ist schon gut überwuchert, man sieht viele Fische, mit Glück auch Haie. Als Höhepunkt haben wir jedoch einen Schwarm Fledermausfische empfunden.



Das Hausriff ist nicht ganz so spektakulär wie andere Spots, aber uns beiden hat das einfach mal zu zweit gemeinsam Abtauchen sehr viel Freude bereitet. So sind wir vom „Italiener“ manchmal nach Osten, manchmal nach Westen losgezogen und haben u. a. die Hausriffschildkröte, eine Muräne, echt riesig mit einen Kopf so groß wie eine Melone, viele Feuerfische und Schnecken gesehen. Auf einen Tipp von einer der deutschen Tauchlehrerinnen dort (Kerstin), haben wir dann mal einen großen Schritt von der Mauer hinter der Basis gemacht und sind dann in Richtung Italiener zurück getaucht. Auch das ist ein schöner Tauchgang geworden. Von dieser Mauerstelle aus kann man auch das Seil zum s.g. Austrian Rock finden. Dorthin hat uns dann auch einer unserer letzten Tauchgänge am Hausriff geführt. Dort kann man mit etwas Glück große Muränen und auch Haie sehen.

Hier die Karte an der Basiswand, leider gestückelt, das sie ganz nicht zu fotographieren ging:



Die Guides dort mit denen wir die Ehre hatten zu Tauchen waren alle sehr freundlich und hilfsbereit (naja... mit dem russischen Guide hatte ich es nicht so, musste aber auch nicht in eine seiner Gruppen und kompetent war der auch).

Wenn man ans Hausriff will, dann muss man nur nach zwei Tanks fürs Hausriff fragen, die Größe angeben und sagen ob man einen DIN oder INT-Atemregler hat und schon wird einem geholfen. Dann noch flux ins Buch für das Hausriff eintragen mit Namen, Zimmernr., Flaschengröße, Tauchziel und der Uhrzeit wann man ins Wasser gegangen ist und dann bei der Rückkehr auch wieder artig die Rückkehrzeit eintragen.

Nett fanden wir, dass auch ein ein Ordner aufliegt, in dem die meisten der genannten Tauchspots noch einmal in englisch/deutsch/französisch kurz erklärt werden. Für die Bootsfahrten hängen Listen aus, auf denen man das Ziel der Fahrt ersehen kann und auch ob es für „All Divers“ geeignet ist oder etwas mehr für erfahrene Taucher. Man kann dann in dem Ordner was einen erwartet, wo es hingeht und die jeweilige Tauchspotnummer ist auch auf einer gemalten Karte auf einer der Basiswänden zu finden.

Generell muss ich als OWDlerin sagen, dass man auf seine Tauchtiefe selber achten muss. Von den Guides wird beim Briefing an Board gesagt wie der Tauchgang verlaufen wird, wie die maximale Tiefe sein wird, die Buddy-Teams werden noch einmal genannt oder gebildet wenn man allein dabei ist. Auch wird bei tiefen Tauchgängen bis 30 Meter noch einmal ermahnt auf seine 0-Zeit zu achten, auf die Tauchausbildung wird dabei aber nicht geachtet. Hier ist man in der Selbstverantwortung. Das Debriefing verlief dann in der Form, dass man auf einer Namensliste eigenhändig unterschreiben musste um sicher zu stellen, dass „Open Water“ nicht neuverfilmt werden muss. Manchmal gabs anschließend dann noch seeehr leckere Kokosnussstücklein.

Kurz erwähnen möchte ich noch, dass die Crew an Borad der Tauchboote alle sehr freundlich und hilfsbereit gewesen sind. Sowohl beim Austeilen der Flaschen, Zusammenbau der Ausrüstung, Sprung ins Wasser oder beim Rauskommen nach dem Tauchgang, immer war eine helfende Hand bereit.

Am Tag vor der Abreise haben wir dann noch kurz Ausgecheckt (Tauchgerödel eingepackt und die Tauchganganzahl gegengecheckt) und wurden noch freudlich verabschiedet. Phil meinte dann auch zu uns wenn wir wiederkommen wird es Wiederkehrerrabatt für uns geben.

Das Spa:

Erwähnen möchte ich auch das Spa, denn ich halte es für ein besonderes Erlebnis, dieses zu Besuchen. Leider ist Sascha ein Spa-Verweigerer, ich habs aber gleich 3x besucht und ich muss sagen, für mich ist es ein absolutes Muss wenn man auf SI Urlaub macht. Es gab in unserer Reisezeit (bin nicht sicher ob es immer so ist) für Besuche in der Zeit von 8:00-12:00 Uhr jeweils 10% Rabatt auf die Preise und ich finde jeder Cent war es wert, den ich für diese tolle Zeit dort ausgegeben habe. Es gibt übrigends auch Babymassagen für die Besucher die Kinder dabei haben. Lt. einem Mitreisenden mit einer 2 Jährigen Tochter ein schönes Erlebnis für die kleine Zaubermaus.

Unser Fazit:

Der Urlaub war ein voller Erfolg. Wir hatten nicht den Eindruck, dass sich SI verschlechtert hat. Gerade beim Essen haben sie sogar zugelegt wie wir fanden. Die leckeren frischen Sachen beim Frühstück (Kokoswaffen, Frenchtoast, Schokowaffeln, Pfannkuchen usw.) waren ein besonderes Highlight für uns Schleckermäulchen.

Aufgefallen ist uns zwar, dass deutlich mehr Kinder als noch vor zwei Jahren auf SI zu Besuch waren und auch die Anzahl der Osteuropäer war sehr hoch, jedoch gab es keinerlei negative Dinge dadurch für uns.

Es wünschen Astrid und ihr Tümpeltaucher Sascha allen Sun Island-Urlaubern eine wunscherschöne Zeit dort.

von Sascha und Astrid

Samstag, 8. September 2007

Sun Island - Tauchspot Angaga Thila & Maaniyamas Thila

Am 08.09.2007 ging zu es zu unseren letzten 2 Tauchgängen mit dem Boot morgens um 8:30 Uhr zum Tauchen.

Tauchgang 1 erfolgte am Angaga Thila.



Ein schönes Riff mit Überhängen. Dort sahen wir einige Rochen, Schildkröten, eine verdammt große Muräne, sowie jedemenge Feuerfische, Thunfische und andere maledivischen Fische.

Bei diesem Tauchgang waren wir auf 30 Meter, Tauchzeit von 35 Minuten, Wassertemperatur 29° C

Der zweite Tauchgang ging dann zum Maaniyamas Thila.



Ein kleines Thila von gerade mal 35m * 25m, Heimat vieler Anemonen und Anemonenfische und Langusten. In der Ferne sahen wir noch einen ca. 2m großen Hai, der doch rasch das Weite suchte.

Tauchzeit 46 Minuten, Tauchtiefe 19 Meter, Wassertemperatur 29° C

Ein paar Bilder von diesen Tauchgängen:



  

  

  





  

  

Freitag, 7. September 2007

Sun Island - Tauchspot Austria Rock

Am 07.09.2007 sind wir am Austria Rock getaucht.

Dieser liegt ca. 50m hinter der Tauchbasis. Mit einem großen Sprung von der Mauer sprangen wir ins Wasser und suchten die Orientierungsleine die uns den Weg zum Spot zeigte.

Aufgrund schlechter Sicht, sehr viele Schwebeteilchen im Wasser, machte ich bei diesem Tauchgang keine Bilder.

Es gab auch nichts wirklich interessantes dort. 3-4 Großfische auf 30-32 Meter, ansonsten unspektakulär.

Daten vom Tauchgang: Tauchzeit 38 Minuten, Tauchtiefe 28 Meter, Wassertemperatur 29°C

Donnerstag, 6. September 2007

Sun Island - Tauchspot Machchafushi Wreck & Holiday Thila

Am 06.09.2007 ging es zu dem wohl schönsten Tauchgang den wir dort hatten. Es ging morgens um 8:30 Uhr mit dem Boot los zum ersten Tauchspot Machchafushi Wreck. Nach einer Stunde hatten wir den Spot erreicht und wir machten uns bereit zum Sprung ins Wasser.



Wir hatten eine Tauchzeit von 37 Minuten, Tauchtiefe 29 Meter, Wassertemperatur 29° C
Es wurden große Fischschwärme rund um das Wrack gesehen, sowie Fledermausfische, Feuerfische, Kugel und Kofferfische und millionen von anderen Kleinfische.

Der zweite Tauchspot erreichten wir nach einer Stunde Oberflächenpause. Holiday Thila, ein schöner Korallengarten mit vielen Überraschungen.
Dort hatten wir eine Tauchzeit von 46 Minuten, Tauchtiefe 17 Meter, Wassertemperatur 29° C

Bilder von den Tauchgängen:

  



  

  

  

  

  

  

  

Mittwoch, 5. September 2007

Sun Island - Tauchspot Hausriff

Am 05.09.2007 machten meine Freundin und ich 2 entspannende Hausriff Tauchgänge.

Den ersten Tauchgang machten wir um 11°° Uhr, Tauchzeit 48 Minuten, Tauchtiefe 20 Meter, Wassertemperatur 29° C und den zweiten Tauchgang um 16°° Uhr, Tauchzeit 58 Minuten, Tauchtiefe 17 Meter, Wassertemperatur 29°C

Da mir der Stress mit dem Buddy vom Vortag noch etwas in den Knochen saß, lies ich bei beiden Tauchgänge die Kamera im Bungalow.

Wie es nunmal so ist, hatten wir 2 wunderschöne Tauchgänge. Beim ersten Tauchgang kam uns die Hausschildkröte unterwegs entgegen, betrieb Posing vom feinsten und tauchte ab in die Tiefen.

Beim zweiten Tauchgang entdeckten wir einen riesen Muräne, deren Kopf und Körperdicke gewaltig war. Da Unterwasser ja alles etwas größer scheint, als es tatsächlich ist, schätzten wir die Kopfgröße auf Säuglingskopfgröße.

Viele Feuerfische entdeckten wir unter den Korallen sowie eine Schnecke.

Der Tag war vorbei und wir hatten zwei schöne Tauchgänge.

Dienstag, 4. September 2007

Sun Island - Tauchspot Kuda Kwon Thila

Am 04.09.2007 ging es um 15°° mit dem Boot zum Kuda Kwon Thila



Tauchgang mit wechselnder Strömung, die meinem Buddy, den ich an Boot zugeteilt bekam, so zu schaffen machte, das er sein Finimeter nicht kontrollierte und er nach 30 Minuten ohne Luft unter Wasser war. Darauf erfolgte Aufstiegt mit meiner alternativen Luftversorgung.

Tauchzeit 31 Minuten, Tauchtiefe 19 Meter, Wassertemperatur 28° C

Bilder gab es so gut wie keine, 2 kleine Haie haben wir in einer Nische bei den Korallen entdeckt, ansonsten eher unspektakulärer Tauchspot.



  

Montag, 3. September 2007

Sun Island - Tauchspot Dhigurah Bodu Thila & Dhidhoo Beru

Am 03.09.2007 ging es morgens um 8:30 Uhr mit dem Boot los. Auf dem Plan standen 2 Tauchgänge.
Nach 1 Stunde erreichten wir den Tauchgebiet Dhigurah Bodu Thila.



Rein ins Wasser, abgetaucht auf 24 Meter, Tauchzeit 43 Minuten, Wassertemperatur 29° C, einen ~1,50 großen Hai entdeckt und ein Ansammlung von Langusten

Nachdem alle wieder an der Oberfläche waren ging es zum Tauchgebiet Dhidhoo Beru, wo wir unserem 2. Tauchgang gemacht haben.



Tauchtiefe 19 Meter, 45 Minuten, Wassertemperatur 30° C, einen großen Rochen in der Ferne gesehen sowie einige Napoleonsfische.

Beim durchschauen der Bilder viel die hohe Anzahl an Muränen auf. Wie das nur passieren konnte.